Pressemitteilung, Donnerstag 25. Oktober 2007
|Das Grazer Frauengesundheitszentrum nimmt erneut Stellung zur Impfung gegen bestimmte Human Papilloma Viren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs auslösen können
|In einer großen Marketingkampagne werden Frauen und Mädchen in Österreich aufgefordert, die Bundesministerin für Gesundheit unter Druck zu setzen, damit der Staat die Kosten für HPV-Impfungen übernimmt. Zugleich werden Hoffnungen geschürt, dass Gebärmutterhalskrebs so vermieden werden kann. Gerade deshalb brauchen Frauen unabhängige, umfassende und zutreffende Informationen. Diese sind trotz einer Flut von Artikeln ebenso rar wie verlässliche, evidenzbasierte Daten über die Langzeitwirkung der neuen Impfung.
„Frauen und Männer haben Zeit sich zu informieren, bevor sie entscheiden, ob sie ihre Töchter und Söhne impfen lassen oder nicht. Gebärmutterhalskrebs ist eine sexuell übertragbare Erkrankung, die nur aus einer lang anhaltenden Infektion über viele Jahre entstehen kann. Kondome schützen zu 70 Prozent vor einer Ansteckung!“, erklärt Sylvia Groth, Geschäftsführerin des Grazer Frauengesundheitszentrums. Zudem habe eine Infektion mit HPV, besonders bei Frauen unter 30 Jahren, eine hohe Selbstheilungstendenz. Das Immunsystem bekämpft diese Viren in den allermeisten Fällen erfolgreich.
Der viel beworbene Impfstoff schützt nach den neuesten Studien in der Praxis nur zu 44 Prozent gegen HP-Viren der Stämme 16 und 18. Gegen 46 Prozent der Viren schützt er nicht. Entsprechend der neuesten Studie (Future II) wirkt der Impfstoff nicht bei Frauen, die schon infiziert sind. Das bedeutet, die Impfung ist nur für die Zielgruppe der zwölfjährigen Mädchen und Burschen überlegenswert. Eine Impfung ersetzt zudem nicht den qualitätsgesicherten Abstrich zur Krebsfrüherkennung, den sogenannten PAP-Abstrich.
Untersuchungen an Kindern und Jugendlichen – der eigentlichen Zielgruppe - und Langzeituntersuchungen zur Wirksamkeit und zur Wirkungsdauer liegen nicht vor. Daher fordert das Grazer Frauengesundheitszentrum, dass die Auswirkungen aller Impfungen systematisch dokumentiert und kontrolliert werden, um in einem derartigen Safety Monitoring Langzeiteffekte zu erfassen.
"Es besteht kein Grund für eine übereilte Impfung", rät Sylvia Groth zu Besonnenheit. Auf der Website www.fgz.co.at| bietet das Frauengesundheitszentrum aktuelle Informationen und Links.
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für weitere Informationen steht Ihnen die Geschäftsführerin, Mag. Sylvia Groth MAS, gerne zur Verfügung. Tel.: 0316/83 79 98, E-Mail: sylvia.groth@fgz.co.at|.
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Weitere wichtige Punkte zur HPV-Impfung und eine ausführliche Stellungnahme mit dem Nachweis der wissenschaftlichen Quellen ist unter www.fgz.co.at| zu finden.
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