Pressemitteilung, Graz, 5. April 2005
Der diesjährige Weltgesundheitstag am 7. April steht unter dem Motto Mutter und Kind – Gesundheit von Anfang an. Eine gesündere und schöpferische gesellschaftliche Entwicklung kann gelingen, wenn wir jetzt damit beginnen, jede Mutter und jedes Kind wirksam zu unterstützen, so die Botschaft der World Health Organization (WHO).
Das Grazer Frauengesundheitszentrum lädt daher am 6. und 7. April zu den Veranstaltungen
Von 248 000 erwerbstätigen Steirerinnen haben 42 Prozent Kinder unter 15 Jahren. 45 570 Mütter sind Alleinerzieherinnen. Für diese 14 Prozent aller steirischen Familien ist es besonders schwierig, den Alltag zu bewältigen und die unterschiedlichen gesellschaftlichen Ansprüche zu verbinden. Sie sind außerdem erhöhtem Verarmungsrisiko ausgesetzt. „Der Frauengesundheitsbericht für die Steiermark stellt klar fest, dass die Verbesserung der sozioökonomischen Situation von Alleinerzieherinnen eine Verbesserung ihres Gesundheitszustandes bedeuten würde“, erklärt Sylvia Groth, Geschäftsführerin des Grazer Frauengesundheitszentrums. Generell stehen berufstätige Mütter unter hohem Druck. Um diese Frauen zu entlasten braucht es vor allem eine umsichtige Sozialpolitik. Neben direkten Angeboten, wie es sie im Frauengesundheitszentrum gibt, sind zur Gesundheitsförderung von erwerbstätigen Müttern strukturelle Maßnahmen – besonders zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie – nötig.
Das Frauengesundheitszentrum unterstützt die Gesundheit von Müttern und Kindern außerdem das ganze Jahr hindurch durch Beratung, Information, Orientierung sowie durch Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Mit dem Arbeitsbereich Pränataldiagnostik bietet es Entscheidungshilfe für schwangere Frauen, es unterstützt Angehörige, etwa Mütter von Kindern mit Essproblemen oder Angehörige von Krebskranken. Weiters gibt es Krisengespräche und Psychotherapie, Workshops für Mädchen, Fortbildung für Mütter und Pädagoginnen. Ein neues Angebot 2005 ist eine Fortbildung für FrühförderInnen zu den besonderen Bedürfnissen von Kindern psychisch kranker Eltern. Das Patchwork-Familien-Service berät im Frauengesundheitszentrum Alleinerziehende und Patchwork-Familien.
Rat rund um Liebe, Lust, Unlust und Sexualität bekommen Mütter durch das Sexualpädagogische Beratungstelefon 0316/83 79 98. Zu buchen sind die Veranstaltungen "Mit kleinen Kindern über Sexualität reden" und "Mit Jugendlichen über Sexualität reden".
In der Bibliothek des Frauengesundheitszentrums finden interessierte Frauen Bücher, Broschüren und Nachschlagewerke zu Schwangerschaft, Geburt und Reproduktionsmedizin, sowie zu den Themen Kinder, Aufklärung, Pubertät, Gewalt in der Familie, Gesundheitsförderung, Pflege … Eine umfangreiche Materialiensammlung gibt es auch im Web unter www.fgz.co.at.
Information und Anmeldung zu allen Angeboten im Grazer Frauengesundheitszentrum am Jakominiplatz 3 unter Tel.: 0316/83 79 98 oder per E-Mail: frauen.gesundheit@fgz.co.at| .
Literatur: Grasser, Gerlinde: Frauengesundheitsbericht für die Steiermark 2003. Hg. v. Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung 8B –Gesundheitswesen. Graz 2003.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Mag.a Felice Gallé unter Tel.: 0316/83 79 98 oder E-Mail: felice.galle@fgz.co.at| . Ein Foto von Mag.a Sylvia Groth steht Redaktionen kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung unter www.mediendienst.com|