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Sie sind hier:Themen|Wechseljahre|

Wechseljahre

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Wechseljahre sind eine Lebensphase wie die Pubertät, eine Schwangerschaft oder das Alter. Frauen erleben sie ganz unterschiedlich - so unterschiedlich wie Frauenleben eben sind.

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Der Wechsel kann eine Zeit des Bilanzierens sein: Wie habe ich bisher gelebt, wie möchte ich weiterleben? Denn vor einer Frau, die in den Wechsel kommt, liegt noch rund ein Drittel ihres Lebens. Wenn eine Frau Probleme hat, können diese viele Ursachen haben, etwa Arbeitsplatzprobleme, Schwierigkeiten in der Partnerschaft oder eine Sinnkrise.

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Unterstützung im Wechsel
Anzeichen des Wechsels können Veränderungen in der Blutung, das Aufhören der Blutung aber auch Hitzewallungen sein. Ob die Anzeichen als Beschwerden empfunden werden, hängt von der Frau ab. Medizinische Hilfe kann im Wechsel unterstützend wirken. Es gibt aber auch eine Vielzahl anderer Formen der Unterstützung, um diese Lebensphase möglichst selbstbestimmt zu durchleben. Für manche Frauen sind ihre Freundinnen besonders wichtig, für andere Entspannung, Bewegung oder gesellschaftliches Engagement. Die Beschränkung auf medizinische Maßnahmen während des Wechsels kritisiert die frauengesundheitswissenschaftliche Forschung als Medikalisierung, die Frauen nicht entspricht.

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Wechseljahre sind eine Lebensphase, keine Krankheit!

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Das Geschäft mit dem Wechsel
Früher rieten ÄrztInnen Frauen schnell zu einer Hormonbehandlung. Bedenken von Frauen gegen eine Hormonbehandlung in den Wechseljahren sind berechtigt. Dies haben qualitativ hochwertige Untersuchungen in den letzten Jahren nachgewiesen. Sie gelten auch für die österreichische Praxis. Viele Frauen wählen für sich unschädliche Wege zu ihrer Gesunderhaltung. Denn Wechseljahre sind keine Krankheit. Wenn Frauen Beschwerden haben, gibt es viele Möglichkeiten um sie zu lindern, etwa durch Naturheilkunde, Selbsthilfe oder psychotherapeutische Begleitung.

Nicht nur künstliche Hormone, auch Produkte mit pflanzlichen Östrogenen und Nahrungsergänzungsmittel sind kritisch zu hinterfragen – ob sie nun Soja, Rotklee oder Yamswurzel enthalten. Ausgeglichene Ernährung hingegen fördert das Wohlbefinden vergleichsweise günstig und sicher ohne Nebenwirkungen.

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Ein frauengerechter Umgang mit den Wechseljahren bedeutet:

  • Die Wechseljahre als normale Lebensphase ansehen
  • Herausfinden, was für sich selbst das richtige ist und es auch verwirklichen
  • Die Wechseljahre ent-gynäkologisieren und ent-medikalisieren
  • Soziale Netze fördern
  • Altersdiskriminierung in der Arbeitswelt durch gesetzliche Anti-Diskriminierungsmaßnahmen begegnen
  • Beratungsangebote für Frauen in den Wechseljahren professionalisieren und fördern
  • Evidenbasierte Standards und Leitlinien für den medizinischen Umgang mit den Wechseljahren entwickeln und umsetzen
  • Unabhängige Ausbildung und Fortbildung auf dem aktuellen Stand des Wissens für ÄrztInnen anbieten
  • Gesellschaftliche Auseinandersetzung über eine Neudefinition der Wechseljahre anregen
  • Positive Sicht des Alters fördern – auch in den Medien
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