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Verhütung im Notfall

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Pressemitteilung des Frauengesundheitszentrums Graz vom 15. Jänner 2002

Die Pille Danach ist eine wirksame Möglichkeit, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhüten. Das Frauengesundheitszentrum hat einen Informations-Falter über die Pille Danach herausgegeben.

Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder einem "Verhütungsunfall", wie z.B. Anti-Baby-Pille vergessen oder geplatztes Kondom, kann eine Frau mit einer Notfallverhütung eine ungewollte Schwangerschaft verhindern.
"Die Pille Danach ist noch viel zu wenig bekannt, sowohl unter potentiell Betroffenen wie auch unter ÄrztInnen", erklärt Dr. Marianne Stögerer, Gynäkologin im Frauengesundheitszentrum.
Der Informations-Falter über die Pille Danach kann kostenlos im Frauengesundheitszentrum angefordert werden (Tel: 0316/837998 oder über das Bestellformular in unserer Website).

Durch die Einnahme von zwei Tabletten mit einem Gestagen-Hormon wird der Eisprung im Eierstock verhindert oder verspätet bzw. wird verhindert, dass sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann. Die erste Tablette muss innerhalb von 48 Stunden bis maximal 72 Stunden (3 Tagen) nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Die zweite 12 Stunden danach.
Die Notfallverhütung mit der Pille Danach verhindert die meisten Schwangerschaften. Nur bei etwa 2 % der Frauen wirkt sie trotz richtiger Anwendung nicht. Die Pille Danach ist kein Ersatz für reguläre Verhütungsmittel.
Verschrieben werden kann die Pille Danach von einer/m Gynäkologin oder einer/m Ärztin für Allgemeinmedizin. Sie ist auch in den gynäkologischen Ambulanzen der Spitäler, sowie gegen Rezept in Apotheken erhältlich. Rechtlich gilt die Pille Danach nicht als Schwangerschaftsabbruch.

Das Frauengesundheitszentrum steht für weitere Informationen und persönliche Beratungen gerne zur Verfügung.

Der Druck des Falters wurde finanziert von der SPÖ Steiermark, der Jungen Generation und der Sozialistischen Jugend.

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Sylvia Groth M.A.

Weitere Informationen zum Thema in unserem Ressourcen-Center im Special Schwangerschaftsverhütung.

 

 

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