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Ungewollt schwanger? Informationen zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich im Netz

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Pressemitteilung des Frauengesundheitszentrums Graz vom 14.11.2002

Um Frauen sachliche Informationen und die Wahlfreiheit zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich zu ermöglichen, hat das Netzwerk der österreichischen Frauengesundheitszentren aktuelle Informationen zum Schwangerschaftsabbruch| ins Netz gestellt:
In Österreich wurde 1975 mit parlamentarischer Mehrheit das Gesetz zur Fristenlösung beschlossen, das die Entscheidungsfreiheit der Frau über einen Schwangerschaftsabbruch ermöglicht. Die Fristenlösung gestattet, eine ungewollte Schwangerschaft bis einschließlich des 3. Kalendermonats unter bestimmten Bedingungen abzubrechen.

Frauen werden nicht alleine schwanger. Noch immer übernehmen viele Männer keine Verantwortung, weil sie keine Kondome zur Verhütung verwenden.
Der gesellschaftliche Alltag ist immer noch gekennzeichnet durch ein ablehnendes Klima zum Schwangerschaftsabbruch, unzureichende Information und schwierige Zugangsmöglichkeiten für Frauen, hohe Preise und fehlende Qualitätsstandards. Frauen entscheiden sich aus persönlichen Gründen und aufgrund sozialer Rahmenbedingungen für einen Schwangerschaftsabbruch.
Die mangelhafte Information führt dazu, dass Frauen bei der Suche nach Möglichkeiten für eine Abtreibung große Schwierigkeiten haben. Bei Frauen werden Ängste vor diesem aus medizinischer Sicht einfachen Eingriff geschürt. Sie werden begünstigt durch das negative soziale Klima. Dies bedeutet auch, dass sich qualitativ mangelhafte Abbruchsmöglichkeiten zu unakzeptablen Preisen leichter halten können.

Das Netzwerk österreichischer Frauengesundheitszentren fordert die Wahlfreiheit zwischen verschiedenen Methoden des Schwangerschaftsabbruchs mit örtlicher Betäubung oder mit Vollnarkose, zwischen mechanischem Eingriff und medikamentösem Abbruch. Diese Wahlfreiheit ist in anderen europäischen Ländern üblich.

 

Zur Qualitätssicherung eines Schwangerschaftsabbruches gehört:

 

  • Unterstützung, Respekt und Anerkennung für die Entscheidung der Frau
  • öffentlich zugängliche, sachliche Information durch unabhängige Beratungsstellen und Frauengesundheitszentren in allen Regionen und die Möglichkeit zu wertfreier Beratung
  • kompetente Sexualpädagogik, geschlechtspezifisch, innerhalb und außerhalb der Schulen
  • Ordinationen und Einrichtungen, die nach international anerkannten Qualitätsstandards arbeiten, in allen Regionen des Landes
  • leichter und kostenloser Zugang zu Verhütungsmitteln
  • Das Netzwerk österreichischer Frauengesundheitszentren stellt fest, dass es an der Zeit ist, nach über 25 Jahren die gesetzlichen Möglichkeiten des Schwangerschaftsabbruchs in die Praxis umzusetzen und endlich Frauen in Österreich tatsächlich zu ermöglichen, selbstbestimmt über ihre Körperlichkeit und ihre Lebensperspektiven zu entscheiden.

 

Netzwerk österreichischer Frauengesundheitszentren

Frauengesundheitszentrum
Joanneumring 3
8010 Graz
Tel.: 0316/83 79 98
Fax: 0316/83 79 98 - 25
E-mail: frauen.gesundheit@fgz.co.at|
http://www.fgz.co.at/|

Frauengesundheitszentrum Linz
Kaplanhofstr. 1
4020 Linz
Tel.: 0732/77 44 60
Fax: 0732/77 44 60 - 505
E-mail: office@fgz-linz.at|

ISIS – Gesundheit und Therapie für Frauen
Willibald Hauthalerstraße 12
5020 Salzburg
Tel.: 0662/442255
Fax: 0662/442250
E-mail: a.halhuber@frauengesundheitszentrum-isis.at|

Frauengesundheitszentrum Kärnten GmbH
Völkendorferstr. 23
A-9500 Villach
Tel: 04242 53055
Fax: 04242 53055-15
E-mail: fgz.sekretariat@fgz-kaernten.at|

WHO Modellprojekt:
Frauengesundheitszentrum F.E.M. (Frauen Eltern Mädchen)
an der Semmelweis-Frauenklinik
Bastieng. 36-38
1180 Wien
Tel.: 01/47615 5771
Fax: 01/47615 5779
E-mail: fem@aon.at|

Frauengesundheitszentrum F.E.M. Süd
Kaiser Franz Josef Spital
Kundratstraße 3
A-1100 Wien
Tel.: 01/60191 520
Fax.: 01/60191 5209,
E-mail: fem@aon.at|

 

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