Pressemitteilung des Frauengesundheitszentrums Graz vom 11.1.2002
Essstörungen sind ein hauptsächlich weibliches Thema. Die heute stattfindende Tagung, veranstaltet vom Frauengesundheitszentrum Graz, konzentriert sich auf das Erarbeiten von zielführender Prävention auf diesem Gebiet.
Heute, 11.01. in der Zeit von 9.30 – 17.00 Uhr findet im roten Saal der Steiermärkischen Landesregierung eine Tagung zum Thema Essstörungen statt. Die Teilnehmerinnen sind Mitarbeiterinnen steirischer Beratungseinrichtungen und Therapeutinnen freier Praxis. Ziel ist eine bessere Zusammenarbeit bzw. eine weitreichende Vernetzung der Beratungsstellen, die sowohl den Therapeutinnen als auch den Betroffenen zugute kommt.
"Der Schlankheitswahn produziert immer mehr Essstörungen bei den Frauen. Darüber zu reden und das Problem zu benennen reicht nicht aus. Wichtig ist, den Betroffenen professionelle und qualitativ hochwertige Hilfe anbieten zu können", so Christine Saiko-Jogan, Psychotherapeutin im Frauengesundheitszentrum Graz. "Bei dieser Tagung wollen wir uns an Hand internationaler Untersuchungen speziell um eine zielführende Vorbeugung bemühen".
Essstörungen sind vor allem ein gesellschaftspolitisches Problem. Es müssen Voraussetzungen geschaffen werden, die das "individuell sein" von Mädchen und Burschen ermöglichen. Die Einbeziehung des persönlichen Umfeldes ist unumgänglich. Das Frauengesundheitszentrum Graz bezieht die Eltern der Betroffenen mit ein, denn die Stärkung des Selbstbewusstseins als Weg aus der Krise beginnt in der Familie. Speziell für dicke Frauen werden Veranstaltungen angeboten, die sie in ihrer Individualität bekräftigen.
Für Fragen steht Christine Saiko-Jogan unter 0316/837998 zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Thema in unserem Ressourcen-Center im Special Essen/Dicksein/Essstörungen.