Sexualitäten
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Sexualität ist ein körperliches Bedürfnis aber auch eine starke Kraft, die Frauen ihr ganzes Leben begleitet.
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Zufriedenstellende Sexualität ist eine Voraussetzung für körperliche und seelische Gesundheit. Jugendliche wie Erwachsene wünschen sich einen offenen Austausch über Sexualität, klare Antworten auf ihre Fragen. Besonders für Frauen und Mädchen ist es oft schwierig, einen selbstbestimmten, lustvollen Umgang mit ihrem Körper und ihrer Sexualität zu entwickeln. Noch immer ist „da unten“ eine der meist genannten Bezeichnungen für die weiblichen Sexualorgane.
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Frauen sind mit der ständigen Sexualisierung ihres Körpers konfrontiert, etwa auf Werbeplakaten. Zugleich erleben sie sich in Bezug auf ihre körperlichen Bedürfnisse häufig sprachlos.
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- Kulturelle Verleugnung der Klitoris
Zum einen die ganz grundsätzliche Verleugnung: „Mädchen haben keinen Penis, sie haben eine Scheide“, zum anderen die Fehlinformation über die tatsächliche Gestalt und Funktion der Klitoris (vgl. Groth, Sylvia/Rásky, Èva: Sexualitäten|. Innsbruck 2001).
Lesetipp: Die Klitoris, Sylvia Groth, Kerstin Pirker
Artikel, veröffentlicht in der Zeitschrift Clio, Zeitschrift für Frauengesundheit 68, 2009;
Diese Fassung enthält alle Quellenangaben
Artikel zum Download| - Sprachlosigkeit bezüglich weiblicher Sexualität und den Sexualorganen
Gebräuchliche Bezeichnungen sind „da unten“, „zwischen den Beinen“, etc. Es gibt auch kein Vokabular für sexuelle Praktiken, die Frauen Lust bereiten! - Absprechen eines aktiven weiblichen Begehrens
Frauen und Mädchen werden angehalten, ihr eigenes Begehren dahingehend umzuwandeln, von einem Mann oder Buben begehrt zu werden. Sexuell aktive Frauen mit wechselnden PartnerInnen erfahren gesellschaftliche Herabwürdigung. - Sexuelle, beziehungsweise sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Jedes vierte Mädchen wird Opfer sexueller Übergriffe durch männliche Angehörige. Nahezu jede Frau erlebt ein- oder mehrmals in ihrem Leben sexuelle Übergriffe im öffentlichen Raum, etwa in einem überfüllten Verkehrsmittel, einem Lokal, in Abhängigkeitsverhältnissen durch einen Vorgesetzten, Betreuer ... - Strikte Körper- und Schönheitsnormen
- Unsichtbarmachung lesbischer und bisexueller Lebensformen
- Ausbeutung des Frauenkörpers in Pornografie und Prostitution, ebenso in „normaler“ Produktwerbung
- Unzureichende und oft einseitige Information über Verhütungsmittel
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Für ein selbstbestimmtes Sexualleben von Frauen und Mädchen
Das Frauengesundheitszentrum fördert mit seinen vielfältigen Angeboten ein selbstbestimmtes lustvolles Sexualleben nach individuellem Geschmack und orientiert sich an emanzipatorischen, geschlechtsspezifischen Werten.
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- Sexualität ist mehr als Sexualverhalten.
- Sexualität ist keine Privatsache, sondern spiegelt die gesellschaftlichen Verhältnisse wider, in denen wir leben.
- Sexualität ist ein wichtiger Faktor im Verhältnis zwischen Frauen und Männern, das (noch) kein gleichberechtigtes ist.
- Frauen erleben Benachteiligungen, Männer Privilegien – auch im weiten Feld der Sexualität. Dies gilt es zum Wohle beider Geschlechter auszugleichen.
- Sexuelle und reproduktive Rechte
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