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Möchte ich Mutter werden? Ist das der richtige Moment für ein Kind? Was kommt in der Schwangerschaft auf mich zu? Soll ich mich auf die Geburt vorbereiten? Wie wird sich mein Leben verändern? Können wir als Eltern ein Liebespaar bleiben? Wie kann ich mein Kind am besten begleiten? Wie gelingt es mir, Beruf und Familie zu verbinden?
Vielfältig wie Frauen selbst sind die Fragen, Erfahrungen und Gefühle rund um ihre Schwangerschaft und die Geburt ihrer Kinder. Sie reichen von Ängsten und Niedergeschlagenheit über Unsicherheit bis hin zu Begeisterung und Glückseligkeit. Informationen werden eingeholt und verarbeitet, Entscheidungen müssen gefällt, Lebensbereiche neu organisiert werden. In dieser Zeit ist es für viele Frauen sehr hilfreich, sich gute Unterstützung zu holen, bei ihren PartnerInnen, FreundInnen, Müttern, aber auch bei Fachfrauen wie Hebammen, ÄrztInnen, Therapeutinnen und Beraterinnen in Frauengesundheitszentren|.
Auf schwangere Frauen wirken vielfältige Einflüsse ein. Sie sind auch einander widersprechenden Bewertungen und Trends ausgesetzt. Aus Sicht der Geburtsmedizin sind die Schwangerschaft einer Frau und das Gebären zu Risiken geworden, die strenger und andauernder Überwachung bedürfen. So erleben sich werdende Mütter zusehends verunsichert und manchmal fremdbestimmt.
Dadurch kann das Vertrauen in die eigene Kraft schwinden. Die Frau gerät in das medizinisch-technisierte Routineprogramm von Blut- und Urinuntersuchungen, Ultraschall, Medikamenten und später medizinischen Interventionen wie Dammschnitt und Kaiserschnitt|. Frauen mit weniger Zugang zu Bildung wie auch Frauen mit Migrationshintergrund erhalten sehr viel weniger geburtsvorbereitende Informationen und nehmen weniger an Kursen teil.
Die Ansprüche sind zahlreich: Frauen sollen bis zum Mutterschutz berufstätig sein, gut vorbereitet zur Geburt kommen, ohne Schmerzmittel in wenigen Stunden gebären, den Partner dabei haben und wenige Zeit nach der Geburt Kind und Haushalt perfekt versorgen, ausgiebig stillen, attraktiv sein und ihre Berufstätigkeit nach wenigen Wochen weiterführen.
Die Frauengesundheitszentren setzen sich für eine umfassende Beratung|, Information und Beteiligung für schwangere Frauen ein.
Frauen sollen ermutigt und ermächtigt werden, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, abseits der Wünsche und Anliegen von ÄrztInnenschaft, Politik und Medien und Ansprüchen anderer.
|Pränataldiagnostik ist der Fachbegriff für jene Untersuchungen, die eine Frau während einer Schwangerschaft an sich durchführen lässt, um Abweichungen des Fötus von der Norm festzustellen. Oft leiten ÄrztInnen diese Untersuchungen mit der Feststellung "Schauen wir, ob eh alles in Ordnung ist ..." ein. Nur selten sprechen sie darüber, was sein wird, wenn etwas nicht "in Ordnung" ist. Dann nämlich entscheiden sich über neunzig Prozent der Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch. Schnell und in einer Ausnahmesituation, wie viele im Nachhinein feststellen.
Tatsächlich entstehen die meisten Behinderungen von Kindern erst bei der Geburt oder im Laufe des Lebens. Die Gefahr, dass Kinder sowie Frauen und Männer mit Behinderung immer öfter angesehen werden, als hätte ihre Geburt vermieden werden können/sollen, liegt aber nahe.
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Dr.in Brigitte Steingruber |berät seit 2003 zu Pränataldiagnostik.
Sie stärkt Frauen, Schwangerschaft als Ausdruck ihrer Gesundheit und ihrer eigenen Kraft wahrzunehmen: "Frauen sollen selbst entscheiden, welche Untersuchungen für sie unterstützend sind und welche nicht!"