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Projektziele und Hintergrund

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Projektziele

Das Projekt zielt darauf ab, die Rolle von VerbraucherInnen und PatientInnen im Gesundheitswesen zu stärken und PatientInnenbeteiligung zu fördern. 

Dies wird durch folgende Teilziele erreicht

  • Sensibilisierung der Fachöffentlichkeit und der PatientInnen für die Notwendigkeit und den Nutzen von PatientInnenbeteiligung.
  • Kompetenzaufbau bei PatientInnen, KonsumentInnen, BeraterInnen, MultiplikatorInnen und AkteurInnen im Gesundheitswesen.
  • Förderung der Vernetzung und Kooperation mit verschiedenen Berufsgruppen, MultiplikatorInnen und AkteurInnen im Gesundheitswesen.
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Hintergrund

Internationale Vorgaben wie die Charta von Lubljana (1996) und die Europäische Deklaration zur Förderung der PatientInnenrechte (1994) fordern die stärkere Beteiligung von PatientInnen im Gesundheitswesen.

PatientInnen verlangen bessere Information, Kommunikation und Transparenz bei Entscheidungen, die ihre Gesundheit betreffen. Sie wollen in ihre Behandlung aktiver einbezogen werden. Beteiligung in Gesundheitsfragen ist zum einen ein PatientInnenrecht und hat zum anderen positive Auswirkungen im Gesundheitssystem: PatientInnen, die einbezogen werden, gelangen zu fundierterem Wissen über Behandlungsmöglichkeiten und haben realistischere Erwartungen über den Verlauf ihrer Behandlung. Die gemeinsam gewählte Behandlung wird beständiger umgesetzt. Die Zufriedenheit der PatientInnen steigt. Die Kosten im Gesundheitswesen können gesenkt und die Qualität der gesundheitlichen Versorgung verbessert werden.

Eine der zentralen Voraussetzung um PatientInnen im Gesundheitswesen zu stärken ist Empowerment. Dies bedeutet, PatientInnen, PatientInnengruppen und PatientInnenvertreterInnen unabhängig zu informieren, zu beraten und dadurch ihre Kompetenz zu steigern. VerbraucherInnen und PatientInnen sollen befähigt werden, ihre Anliegen selbstbewusst zu vertreten und gesundheitliche Entscheidungen wissensbasiert treffen zu können. Dies gelingt dann, wenn sie dieses Wissen mit ihren Wünschen und Werten verbinden können.

Beispiele aus anderen Ländern zeigen, wie die Rolle der PatientInnen im Gesundheitswesen gestärkt werden kann. Die Arbeitsgruppe Prof.in Dr.in Ingrid Mühlhauser am Institut für Gesundheitswissenschaften der Universität Hamburg hat eine Fortbildung in wissenschaftlicher Kompetenz für PatientInnen- und VerbraucherInnenvertreterInnen entwickelt.  In Zusammenarbeit mit dem Grazer Frauengesundheitszentrum adaptierte Frau Dr.in Bettina Berger die Fortbildung zum Kompetenztraining Wissen macht stark und gesund für Österreich.

Dr.in Bettina Berger für die Arbeitsgruppe Prof.in Dr.in Ingrid Mühlhauser und das Grazer Frauengesundheitszentrum erhalten dafür im Februar 2010 den "Sonderpreis für Praxis-Implementierung" des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin. 

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