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Mädchen und Burschen finden in unserer Gesellschaft ungleiche Bedingungen vor und reagieren darauf unterschiedlich. Hier setzt geschlechterspezifische Gesundheitsförderung an.
Ein bestimmender Faktor für Gesundheit ist das Geschlecht. So zeigt etwa der über Jahre angelegte HBSC-Survey (Health behaviour in school-aged children) der Weltgesundheitsorganisation, dass Mädchen eine geringere Chance haben, ausgezeichnet gesund und frei von regelmäßigen Beschwerden zu sein. Der subjektive Gesundheitszustand und die Lebensqualität von Mädchen nehmen in der Pubertät stark ab (Dür, Griebler 2007, S. 18).
Die Pubertät ist eine besonders herausfordernde Lebensphase – für die Pubertierenden ebenso wie für ihre LehrerInnen, BetreuerInnen und ihre Familien. Mädchengesundheitsförderung unterstützt und liefert Antworten auf Fragen, die sich Mädchen am Weg zur Frau stellen.
Daten und Fakten zu Mädchengesundheit
bestätigen, wie wichtig Gesundheitsförderung für Mädchen ist:
Um die Gesundheit von Mädchen wirkungsvoll zu fördern, ist es wichtig, dass unterschiedliche BerufsvertreterInnen und Einrichtungen zusammenarbeiten. Netzwerke, in denen gemeinsam Strukturen geschaffen und Qualitätsstandards entwickelt werden, ermöglichen einen regelmäßigen Austausch zu Mädchengesundheitsförderung.
Mädchen sind vielfältig
Sie gehören unterschiedlichen sozialen Schichten an, leben in einer Stadt oder am Land, haben unterschiedliche sexuelle Orientierungen, sind behindert oder nicht behindert, haben unterschiedliche Hautfarben, religiöse Überzeugungen und unterschiedlichen Zugang zu Bildung … Damit verbunden sind unterschiedliche Möglichkeiten, ihr eigenes Leben zu bestimmen, am öffentlichen Leben teilzunehmen und es zu beeinflussen. Angebote zur Mädchengesundheitsförderung müssen diese Vielfalt berücksichtigen.
Mädchengesundheit in der Praxis|
| |Quellen
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend (Hrsg.) (2005). Österreichischer Frauengesundheitsbericht. Wien.
Griebler, Robert; Dür, Wolfgang (2007). Die Gesundheit der österreichischen SchülerInnen im Lebenszusammenhang. Ergebnisse des WHO-HBSC-Survey 2006. Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend (Hrsg.) Wien.
Kolip, Petra; Koppelin, Frauke (2002). Geschlechtsspezifische Inanspruchnahme von Prävention und Krankheitsfrüherkennung. In: Hurrelmann, Klaus; Kolip, Petra (Hrsg.). Geschlecht, Gesundheit und Krankheit. Männer und Frauen im Vergleich. Bern. S. 491-504.
Pressemappe: Neue Pille mit Beauty-Effekt (2006). www.pressetext.at/news/060622020/belara-neue-pille-mit-beauty-effekt/| (Stand 7.2.2009)
Schach, Corinna (2008). Immer jünger in die Sprechstunde? Wie Mädchen und junge Frauen zu Patientinnen gemacht werden. In: Sonderheft – Rundbrief 25 des Netzwerkes Frauen/Mädchen und Gesundheit Niedersachsen. Dokumentation der 22. Netzwerktagung: Mädchen und junge Frauen – ihre Lebenswelten - ihre Gesundheit. Hannover. S. 23.
Springer, Alfred; Uhl, Alfred (2005). Geschlechtsspezifische Morbidität und Mortalität bei Alkohol und illegalen Drogen. In: Eisenbach-Stangl, Irmgard; Lentner, Susanne; Mader, Rudolf. (Hrsg.), Männer, Frauen, Sucht. Wien. S. 111-130.
WHO (1946). Verfassung der Weltgesundheitsorganisation vom 22. Juli 1946. New York.
WKO-Lehrlingsstatistik 2009. Website der Wirtschaftskammer Österreichs: www.wko.at/statistik/jahrbuch/Lehrling6.pdf (Stand 5.2.2009).