Lesben und Gesundheit
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Wirkt es sich auf die Gesundheit aus, wen wir lieben? Studien dazu gibt es kaum. Viele Frauen erleben ihr Lesbischsein als Bereicherung. Als Patientinnen werden sie aber benachteiligt, wie auch als Arbeitnehmerinnen im Gesundheitswesen.
Chancen und Impulse
Um die Gesundheit von lesbischen Frauen zu fördern, ist es wichtig,
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gesetzliche Grundlagen gegen Diskriminierung zu schaffen,
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lesbische Frauen in der Planung und Gestaltung gesundheitlicher Maßnahmen einzubeziehen und
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ÄrztInnen und auch weiteres Personal im Gesundheitsbereich zur Lebensweise lesbischer Frauen aufzuklären.
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Lesbische Frauen ihrerseits brauchen Ermutigung, ihre sexuelle Orientierung offen anzusprechen. (vgl. Abschlussbericht der Enquetekommission „Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW)
Lesbische Frauen erfahren aber auch Diskriminierung als Ärztin oder als Vertreterin anderer Gesundheitsberufe. Daher haben sich Netzwerke von Berufsgruppen gebildet. “Wir wollen als lesbische Ärztinnen sichtbar werden, Impulse für eine Veränderung der Medizin geben und der Diskriminierung von Lesben entgegenwirken“ (Charlotte e.V. Netzwerk lesbischer Ärztinnen, www.netzwerk-charlotte.de/|)
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Lesbische Frauen bleiben im Gesundheitssystem sehr oft unsichtbare Patientinnen, ihre sexuelle Orientierung wird nicht thematisiert. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sowohl bei medizinischem Personal als auch in der Gesundheitsforschung im deutschsprachigen Raum wenig Wissen über Lebenslagen, gesundheitsbezogene Bedürfnisse und spezifische Gesundheitsrisiken lesbischer Frauen vorhanden ist. (Wiener Frauengesundheitsbericht 2006, S. 398)
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Wie geht es lesbischen Frauen? Die erste groß angelegte Studie im deutschsprachigen Raum stammt von Gabriele Dennert. Gemeinsam mit den wenigen angloamerikanischen Untersuchungen liefert sie Anhaltspunkte für gesundheitliche Bedürfnisse und Risiken von Lesben:
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Lesbische Frauen nehmen seltener an Vorsorge­untersuchungen teil als heterosexuelle Frauen, da sie Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierungen durch das Gesundheitspersonal haben. Lt. Dennert gab jede siebte Lesbe an, bereits aufgrund ihrer sexuellen Neigung und Lebensweise von ÄrztInnen verbal und nonverbal diskriminiert worden zu sein. Besonders die Versorgung im gynäkologischen Bereich ist ausschließlich auf die Bedürfnisse heterosexueller Frauen zugeschnitten.
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Lesbische Frauen zeigen einen ungünstigen Lebensstil was Ernährung, Bewegung, Drogen-, Nikotin- und Alkoholkonsum betrifft.
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Sexuell übertragbare Erkrankungen (STDs) können auch bei sexuellen Aktivitäten zwischen zwei Frauen übertragen werden.
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Es wird vermutet, dass das Ausmaß an Gewalterfahrungen von lesbischen Frauen jenem heterosexueller Frauen vergleichbar ist. Es gibt aber keine speziellen Angebote für gewaltbetroffene lesbische Frauen.
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Lesbische Frauen sind hinsichtlich ihrer seelischen Gesundheit benachteiligt. Sie scheinen häufiger unter Depression und Angst zu leiden als andere Bevölkerungsgruppen. Die Ursache dafür wird vor allem im chronischen Stress gesehen, die eigene sexuelle Orientierung aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung verbergen zu müssen sowie in der mangelnden sozialen Unterstützung.
( vgl. Wiener Frauengesundheitsbericht 2006)
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