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Hormonbehandlung: Gestagene erhöhen Brustkrebsrisiko

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Presseerklärung des Frauengesundheitszentrums Graz vom 9.2.2000

Hormonbehandlungen in den Wechseljahren werden heute vielen Frauen angeboten. Neben einer Beseitigung der Anzeichen des Wechsels wird damit geworben, die Hormongaben könnten Herzkreislauferkrankungen und Osteoporose vermeiden helfen.

Eine weitere Studie, die in dem Journal of the American Medical Association vom 26. Januar 2000 veröffentlicht wurde, weist auf ernstzunehmende Folgewirkungen einer solchen Behandlung hin. Eine Untersuchung an 46.000 Frauen über einen Zeitraum von 15 Jahren ergab, daß 2080 Frauen an Brustkrebs erkrankten. Diejenigen, die Östrogene einnahmen, erhöhten nach einer Anwendungszeit von 4 Jahren ihr Risiko um 20%. Diejenigen Frauen, die Östrogene und Gestagene nahmen, erhöhten ihr Risiko um 40 %, dies traf besonders auf schlanke Frauen zu. Diese ungünstige Wirkung bezieht sich insbesondere auf die Dauer der Einnahme und auf die Zeit nach dem Absetzen. Das Risiko steigt mit der Dauer der Behandlung jährlich um 8% an.

Umgerechnet auf eine zehnjährige Anwendung erhöht sich das Risiko um 80% verglichen mit den Frauen, die nie eine Hormonbehandlung hatten, nach 20 Jahren auf 160%.

Sylvia Groth M.A., Geschäftsführerin des Frauengesundheitszentrums Graz meint dazu: "Nach diesen Ergebnissen stellt sich für sehr viele Frauen die Frage, ob sie überhaupt Hormone nehmen sollen. Zur Vorbeugung von Osteoporose und Herzkreislauferkrankungen gibt es unschädliche Alternativen. Brustkrebs ist eine Erkrankung, die Frauen sehr fürchten. Ihr gesundes Älterwerden können Frauen durch ihren Lebensstil und Bewegung positiv beeinflussen. Die Betonung auf medikamentöses Management kann krankmachen und vernachlässigt die Formen der Gesundheitsförderung, die wirklich gesund erhalten."

Das Frauengesundheitszentrum steht für Fragen zur Verfügung, wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiterin Frau Maga Waltraud Posch.

 

 

 

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