Pressemitteilung des Frauengesundheitszentrums Graz vom 13.3.2001
Welche Angebote zu Essstörungen gibt es in der Steiermark? Wer hat Informationsmaterial, wo sind stationären Einrichtungen? Wo können sich LehrerInnen fortbilden?
Diese und ähnliche Fragen beantwortet die "Datenbank Essstörungen". Verzeichnet sind 179 Einrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum, davon 63 aus Graz und der Steiermark, die Angebote rund um Essen und Essstörungen haben. 633 Angebote sind verzeichnet: von Info-Material über Unterstützung für Angehörige bis zu Psychotherapie. Recherchiert werden kann u.a. nach Ort, Einrichtung oder Angebot.
Die "Datenbank Essstörungen" bietet besonders Gesundheits- und SozialexpertInnen, LehrerInnen, der Presse und Angehörigen schnelle und fundierte Information. Sie kann während der Öffnungszeiten im Frauengesundheitszentrum benutzt werden, Anmeldung ist erwünscht. Auf Wunsch kann auch eine Mitarbeiterin recherchieren.
Einen Überblick zu Essstörungen gibt auch der neue Falter "Dick und Dünn". Essstörungen betreffen zu 90 bis 95 Prozent Frauen, die statistischen Angaben variieren wegen der hohen Dunkelziffer. "Zielgruppenspezifische Arbeit ist bei Essstörungen besonders wichtig", betont Christine Saiko-Jogan, Psychotherapeutin im Frauengesundheitszentrum Graz. "Auch Mädchen, die keine ausgeprägte Essstörung haben, brauchen Stärkung. Ein positives Körpergefühl ist die beste Vorbeugung von Essstörungen." Der Falter gibt einen Überblick über die Problematik, Präventions- und Therapieangebote und kann kostenlos im Frauengesundheitszentrum Graz bestellt werden.
"In Schulen liegt ein grosses Potenzial für die Vorbeugung", stellt Saiko-Jogan fest. Daher bietet das Frauengesundheitszentrum Graz Vorträge für Schulen an.
Information und Hilfe bietet auch die Steirische Hotline Essstörungen, die unter 0810 / 810 400 österreichweit zum Ortstarif erreichbar ist. Die Hotline Essstörungen wurde von der Steiermärkischen Landesregierung, Ressort Gesundheit eingerichtet.
Österreichische Studien gehen davon aus, dass rund 200.000 Österreicherinnen an Essstörungen leiden. Demnach hat etwa jedes zweite Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren bereits eine Diät hinter sich, rund 17 Prozent stellen sich täglich auf die Waage, um ihr Gewicht zu kontrollieren. Diäten sind der häufigste Einstieg in Essstörungen.
Für Rückfragen steht unsere Mitarbeiterin Waltraud Posch zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Thema in unserem Ressourcen-Center im Special Essen/Dicksein/Essstörungen.