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Herz

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Frauenherzen schlagen anders

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Mit 56 Prozent der Todesfälle sind Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache von Frauen in der Steiermark. Der Herzinfarkt
ist weiblich – auch wenn die Angst vor Brustkrebs größer ist. Doch Herzerkrankungen werden bei Frauen vielfach spät erkannt und falsch behandelt.

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Unterschiedliche Anzeichen und Therapien
Dass Frauen dem Risiko einer Herzerkrankung nicht genug Bedeutung zumessen, ist eine Seite des Problems. Die andere ist, dass Frauen mit einem Herzinfarkt deutlich benachteiligt sind. Sie kommen später ins Spital, werden seltener auf die Intensivstation aufgenommen und nehmen weniger oft eine Rehabilitation in Anspruch wie viele Studien zeigen.

Bei Frauen können die klassischen Symptome eines Herzinfarktes wie Engegefühl und Schmerzen im Brustkorb fehlen. Die Anzeichen können auch untypisch sein, etwa Kurzatmigkeit, ungewöhnliche Müdigkeit, Unwohlsein und Erbrechen oder Nacken- und Schulterschmerzen.

Diese unspezifischen Symptome können bewirken, dass Frauen zu spät zur Ärztin/zum Arzt kommen, die/der dieses Beschwerdebild möglicherweise ebenfalls falsch deutet. Frauen haben gegenüber Männern daher schlechtere Chancen auf eine adäquate medizinische Behandlung und damit ein höheres Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben. So stellte Margarete Hochleitner für Tirol einen großen Unterschied bei den Bypass-Operationen fest: 74 Prozent der Männer gegenüber 26 Prozent Frauen wurden operativ behandelt. In Rehabilitation kamen gar nur 13 Prozent der erkrankten Frauen gegenüber 87 Prozent der erkrankten Männer. Vorne  liegen die Frauen hingegen bei der Sterberate. So sind laut Frauengesundheitsbericht für die Steiermark, 56 Prozent aller weiblichen Todesfälle auf Herz-Kreislauferkrankungen zurückzuführen aber nur 45 Prozent der männlichen.

Ursachen für diese Unterschiede können sein: Informationsmangel über mögliche frauenspezifische Symptome bei Herzinfarkt, fehlendes Training der ÄrztInnen auf die speziellen Problemstellungen bei Herzinfarkten von Frauen und soziale Bedingungen. So hindert etwa die Verantwortlichkeit der Frauen ihren Familien gegenüber  viele daran,  Rehabilitationsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

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Prävention ist möglich

  • ausgewogene Ernährung – viel Obst, Gemüse und Seefischkonsum (lt. CORA-Studie, Nurses´ Health Study)
  • Bewegung – bereits eine halbe Stunde körperliche Betätigung pro Tag senkt das Herzinfarktrisiko, etwa schnelles Gehen, Schwimmen oder Rad fahren
  • Erlernen und Anwenden von Entspannungstechniken zur Stressbewältigung
  • maßvoller Umgang mit Alkohol
  • nicht rauchen/rauchen einstellen - besonders Frauen, die hormonell verhüten oder eine Hormontherapie erhalten
  • Übergewicht reduzieren
  • Bluthochdruck einstellen lassen
  • bei Zuckerkrankheit auf optimale Blutzuckereinstellung achten
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Darüber hinaus brauchen Frauen(herzen):

  • gleichen Zugang zur kardiologischen Spitzenmedizin
  • Frauengesundheit als verpflichtenden Teil der Aus- und Fortbildung von MedizinerInnen/ÄrztInnen,
  • mehr geschlechtsspezifische medizinische Studien - auch zur Entwicklung frauenspezifischer Medikamente – so schützt Acetylsalicylsäure (Aspirin) Frauen entgegen der landläufigen Meinung nicht!
  • soziale und finanzielle Absicherung als Mittel gegen Mehrfachbelastung
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