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Geschichte

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Öffentliche Aktion mit interAct und gynäkologi-
schen Stuhl anläßlich des Umzugs
in den Joanneumring 3, November 2003

Frauen im Zentrum

Nach einer Vorbereitungsphase unter der Trägerschaft des DOKU Graz gründeten steirische Studentinnen und Ärztinnen im September 1992 den Verein Frauengesundheitszentrum.

Ursprünglich war es in der Körösistraße angesiedelt, übersiedelte aber bald in die Brockmanngasse. 2003 rückte die Frauengesundheit endgültig ins Zentrum. Die neuen Räumlichkeiten am Joanneumring 3 wurden am 28. November mit einem großen Fest eingeweiht.

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Waris Dirie mit Sylvia Groth, Informationsveranstaltung
zu Genital Mutilation im Frauengesundheitszentrum 2001

Marke Frauengesundheit

2005 gelang es, den Begriff „Frauengesundheitszentrum“
als Marke beim österreichischen Patentamt registrieren
zu lassen. Ein wichtiger Schritt, um die
Kommerzialisierung des Begriffes zu verhindern.

Nun ist "Frauengesundheitszentrum“ in Österreich geschützt.
Damit Sie vertrauen können: Wo Frauengesundheitszentrum
drauf steht, ist unabhängige Arbeit im Interesse von
Frauen drin.

 

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2008 feierte das Frauengesundheitszentrum den 15. Geburtstag auf der Straße

„Wir sind für die Frauen da – also feiern wir auch mit ihnen!“, begründet Geschäftsführerin Sylvia Groth den Entschluss, die große Karottentorte mit 15 Kerzen am Jakominiplatz anzuschneiden. Unterstützt wurde sie dabei vom Mezzanintheater, von Stadträtin Elke Edlinger und von Gemeinderat Dominic Neumann, der auch Grußworte des Bürgermeisters überbrachte.
Bei einem Empfang des Landeshauptmanns Franz Voves im Palais Attems würdigte Bundesministerin Heidrun Silhavy besonders den Einsatz des Frauengesundheitszentrums gegen Gewalt an Frauen und den kritischen Blick auf Armut als Gesundheitsrisiko.
Pressemitteilung|
Gästebuch|

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Landtagsausschuss Gesundheit im Frauengesundheitszentrum

Am 25. November 2009 haben Mitglieder des steirischen Landtagsausschusses Gesundheit das Frauengesundheitszentrum besucht.

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Unser Körper - unser Leben

Frauengesundheitszentren sind mit der Frauenbewegung rund um das Jahr 1968 entstanden. Ziel war stets, Frauen, ihre Empfindungen, Bedürfnisse und Möglichkeiten ernst zu nehmen und zu stärken.

Internationale Frauengesundheitsbewegung

1969 diskutierten Frauengruppen während eines Kongresses in Boston über das Thema Frauengesundheit. In den folgenden Jahren entstanden in den USA und Europa zahlreiche Gruppen und Zentren, die sich aus feministischer Sicht mit Gesundheit beschäftigten. Wichtige Themen waren: Selbsthilfe, Sexualität, Verhütung, Schwangerschaftsabbruch, Gewalt an Frauen, der Ausschluss von Frauen aus medizinischen Professionen. Als Kritik zur technisierten, männlich dominierten Gynäkologie ermunterte die Frauengesundheitsbewegung Frauen ihre Körper wahrzunehmen und durch Selbstuntersuchung kennen zu lernen und altes weibliches Heilwissen neu zu schätzen und anzuwenden.

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Frauengesundheit in Österreich

In Österreich erreichte die Frauengesundheitsbewegung erst spät gesellschaftspolitische Bedeutung. Politisch aktive Frauen engagierten sich eher innerhalb der Parteien, während international Frauen aus Unzufriedenheit mit der Schulmedizin und der Medikalisierung von Frauenleben autonome Projekte gründeten. Dies entspricht der Tradition, in Österreich Probleme "von oben nach unten", also "top down", zu lösen und nicht wie in USA oder Deutschland "bottom up".

Gemeinsam für Frauengesundheit

Die Initiative, Frauengesundheitszentren in Landeshauptstädten zu etablieren, ging von Johanna Dohnal, 1990 bis 1995 erste österreichische Frauenministerin, aus. Graz verdankt sein Zentrum dem Einsatz der Stadträtin Helga Konrad. 1995 wurde in Graz das Netzwerk österreichischer Frauengesundheitszentren |als Anlaufstelle, Informationsdrehscheibe und Kompetenzzentrum gegründet. Zur Zeit existieren sieben Zentren. In Dornbirn und Innsbruck wurden die Frauengesundheitszentren trotz Erfolg 1999 geschlossen. Schuld war die fehlende Finanzierung – ein allgemeines Problem. Obwohl den Frauengesundheitszentren mit ihren Themen und Angeboten eine wichtige Rolle im österreichischen Gesundheitssystem zukommt, müssen sie um eine längerfristige Finanzierung kämpfen.

Angebote für Frauen

Frauen und Mädchen schätzen die Angebote der Frauengesundheitszentren, die neue Themen aufgreifen und Austausch bieten. Das Spektrum wurde über die Jahre erweitert: Heute umfasst es zielgruppenspezifische Angebote für Frauen am Land, Frauen mit Behinderung, ältere Frauen oder von Gewalt betroffene Frauen. Durch Kooperation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit bringen die Frauengesundheitszentren Frauengesundheit auf die politische Tagesordnung.

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Lesen Sie mehr über die Arbeit des Frauengesundheitszentrum in unseren jährlichen Jahresberichten|.

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Zum Weiterlesen aus der Bibliothek| des Frauengesundheitszentrums:

    • Boston Women’s Health Collective: Unsere Körper – unsere Leben. Reinbek 1981.
    • Groth, Sylvia, Rásky, Éva (Hg.): Frauengesundheiten. Innsbruck, Wien 1999.
    • Pfeiler, Jutta: Sind Frauen anders krank?
      Über die Frauengesundheitsförderung und die Notwendigkeit von Frauengesundheitszentren am Beispiel des Frauengesundheitszentrums Graz. Dipl.arb., Graz, 2003.

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