Graz, 18. November 2008
|Frauengesundheitszentrum und KAGes fördern mit ihrem Projekt
GESUNDHEITLICHE FOLGEN VON GEWALT die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und Gewaltschutzeinrichtungen. Insgesamt sind in 11 Trainings 125 Krankenhausmitarbeiterinnen und Krankenhausmitarbeiter ausgebildet worden, gesundheitliche Folgen von Gewalt zu erkennen und betroffene Frauen gezielt zu unterstützen. Vergangenen Dienstag, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wurden bei der Abschlussveranstaltung die Ergebnisse der Bewertung durch Trainerinnen und FortbildungsteilnehmerInnen präsentiert.
Gutes Zeugnis für gemischte Trainerinnenpaare
Die 125 FortbildungsteilnehmerInnen stellten dem Projekt ein gutes Zeugnis aus. Die Idee gemischte Trainerinnenpaare für die Fortbildung auszubilden, kam besonders gut an. Ein Team bestand jeweils aus einer Ärztin und einer Mitarbeiterin einer gegen Gewalt arbeitenden Organisation. 99 Prozent der TeilnehmerInnen zeigten sich mit den Fortbildungen und den Trainerinnen sehr zufrieden und würden diese weiterempfehlen. Auch für die Trainerinnen hat sich der Tandemansatz bewährt. „Es hat mir sehr viel Sicherheit gegeben, eine Expertin neben mir zu haben. Außerdem habe ich zu der Adresse jetzt auch ein Gesicht,“so Elisabeth Pongratz, Oberärztin im LKH Deutschlandsberg. „Am Anfang habe ich gedacht, wir werden uns in die Quere kommen. Ich habe aber einige neue Erfahrungen gewonnen,“ zeigt sich auch Ruth Tesselaar, Mitarbeiterin des Grazer Frauenhauses überzeugt. Das Konzept gemischter Teams entspricht internationalen Forderungen nach besserer Vernetzung zwischen ambulantem und stationärem Bereich im Gesundheitswesen.
Neue Expertinnen der Praxis
Laut Fortbildungsteilnehmerinnen hat sich in der täglichen Praxis einiges für sie verändert. Sie fühlen sich nun besser in der Lage, Frauen mit gesundheitlichen Folgen von Gewalt zu erkennen und diese gezielt zu unterstützen. „Durch die Fortbildung habe ich Organisationen und Beratungsstellen kennengelernt und kann nun Informationen weitergeben,“ berichtet Monika Mayer, Krankenschwester auf der Kinderchirurgie, bei der gestrigen Abschlußveranstaltung. In dieser Hinsicht besteht der Wunsch nach weiteren Trainings.
Weiterführung des Projektes Gesundheitliche Folgen von Gewalt
Im Dezember finden abschließend zwei Fortbildungen im Seminarzentrum der Landesnervenklinik Sigmund Freud statt. Der Vorstand der KAGes hat beschlossen, das Thema Gewalt gegen Frauen und deren gesundheitliche Auswirkungen weiter voranzutreiben. In den nächsten Monaten werden Maßnahmen zur Weiterführung des Projektes erarbeitet.
Termine Fortbildung Gesundheitliche Folgen von Gewalt
10. bis 11. Dezember 2008
15. bis 16. Dezember 2008
beide Seminarzentrum Landesnervenklinik Sigmund Freud
Information
Mag.a Christine Hirtl, Projektleiterin
0316/83 79 98
christine.hirtl@fgz.co.at|
Medienkontakt
Mag.a Rita Obergeschwandner
rita.obergeschwandner@fgz.co.at|