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Essprobleme

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Essprobleme stellen heute für viele Mädchen und Frauen ein Gesundheitsproblem dar. In der westlichen industrialisierten Welt beobachten wir seit Jahren eine Zunahme von Essstörungen.

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Diese hängen damit zusammen, dass Frauen nur unzureichend über ihr Leben bestimmen können und häufig Abhängigkeit und (sexuelle) Gewalt erfahren. Ein rigides Schönheitsideal, das sich an untergewichtigen Models orientiert, trägt wesentlich zur Entstehung von Essproblemen bei. Bedeutung kommt hier auch der Industrie mit Diätprodukten, Modezeitschriften, Schlankheitsstudios und Bekleidungskonzernen zu.

Die Diät-Falle

Die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts brachten gesellschaftliche Freiheiten für Frauen, - aber auch neue Schlankheitszwänge. Das Diätzeitalter löste das Korsett ab. Häufige Diäten sind oftmals Einstieg in ein gestörtes Essverhalten. Der Zwang, auf das Gewicht zu achten, steigt mit der sozialen Schicht. Je mehr Möglichkeiten eine Frau potenziell hat, gut und reichlich zu essen, umso stärker wird auf sie Druck ausgeübt, dünn zu sein. Betroffene Frauen und Mädchen halten aus Schamgefühl ihre Essprobleme häufig geheim, was dazu führt, dass die Erkrankung chronisch werden kann.

 

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Essprobleme sind keine Ernährungsprobleme, sondern psychische Erkrankungen mit Suchtcharakter.

Zu den bekanntesten zählen Magersucht (Anorexie), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) und Ess-Sucht. In den letzten Jahren wird in den Medien viel über Essattacken (Binge eating) sowie die Sucht, sich ausschließlich gesund zu ernähren (Orthorexie), berichtet. Betroffen sind in erster Linie Frauen und dabei vor allem junge Frauen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren. Seelische, soziale und körperliche Auswirkungen sind die Folge. Zunehmend sind auch Frauen im Wechsel betroffen.

Allen Betroffenen gemeinsam ist das Gefühl, zu dick zu sein, und der Wunsch abzunehmen. Die Gedanken kreisen ständig um Essen, Kalorien und den eigenen Körper.

 

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Behandlung und Heilung

Wirkungsvolle ambulante Wege zur Heilung einer Essstörung sind Einzeltherapie sowie Gruppenangebote. Stationäre Behandlungsmöglichkeiten sind bei akuter Lebensbedrohung nötig.

Auf gesellschaftlicher Ebene ist es wichtig, die Situation von Frauen zu verbessern und zum Thema Schönheitsideale und Körpernormen aufzuklären.

 

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