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Das Frauengesundheitszentrum fordert die Vergabe der freien Gynäkologie-Kassenstelle in Graz an eine Frauenärztin

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Pressemitteilung des Frauengesundheitszentrums Graz vom 30. 10. 2002

In der Stadt Graz ist eine Kassenstelle für Gynäkologie ausgeschrieben, um die sich sechs Frauenärztinnen beworben haben. Derzeit sind lediglich 2 von insgesamt 20 Gynäkologie-Kassenstellen in Graz mit Frauen besetzt. In der Landeshauptstadt ordinieren zwar 11 Gynäkologinnen als Wahlärztinnen. Viele Frauen können sich jedoch eine wahlärztliche Behandlung nicht leisten. Daher gibt es für viele Patientinnen de facto keine Wahlmöglichkeit zwischen Arzt oder Ärztin.

Das Frauengesundheitszentrum hat in den letzten Jahren bereits drei Kampagnen für die weibliche Besetzung einer Gynäkologie-Kassenstelle durchgeführt. Zwei davon mit Erfolg. 1995 erreichte das Frauengesundheitszentrum eine zusätzliche Stelle für eine Gynäkologin in Graz, 1999 eine zusätzliche Stelle in Mürzzuschlag.

Erinnert sei an dieser Stelle auch an den einstimmigen Landtagsbeschluss aus dem Jahr 1999, in dem die Steiermärkische Landesregierung aufgefordert wird, sich für mehr Frauenärztinnen mit Kassenverträgen einzusetzen.
Passiert ist seitdem freilich wenig. Ein Zahlenbeispiel soll dies verdeutlichen:
Steiermarkweit liegt der Frauenanteil aller niedergelassenen GynäkologInnen (also Kassen- und WahlärztInnen) bei 22,81 Prozent. Der Frauenanteil bei den Kassenstellen beträgt steiermarkweit dagegen lediglich 7,69 Prozent.

Mit der Forderung nach der weiblichen Besetzung der freien Kassenstelle vertritt das Frauengesundheitszentrum die Interessen vieler Frauen, die die Wahlmöglichkeit zwischen einem Arzt oder einer Ärztin als ein wesentliches Qualitätsmerkmal der gynäkologischen Versorgung ansehen.
Das Frauengesundheitszentrum fordert daher – wie auch der Frauenrat – die steirische Ärztekammer und die Steiermärkische Gebietskrankenkasse auf, die freie Gynäkologie-Kassenstelle in Graz mit einer Frau zu besetzen.

Wenn Sie unsere Forderung nach einer zusätzlichen Gynäkologin in Graz unterstützen möchten, schicken Sie bitte Protestmails an folgende E-Mail-Adressen!

GKK-Obmann Erwin Spindelberger: erwin.spindelberger@stgkk.sozvers.at|
Direktionsrat Siegfried Marchel: siegfried.marchel@stgkk.sozvers.at|
Ärztekammerpräsident Dr. Routil: aek@aekstmk.or.at|

Sie haben auch die Möglichkeit, diese Kampagne mit einem Leserbrief an die Kleine Zeitung oder die Kronen Zeitung zu unterstützen. Bitte geben Sie dabei Ihre vollständige Adresse an!

redaktion@kleinezeitung.at|
leser@kronenzeitung.at|

Für Fragen steht Katharina Ohner unter Tel: 0316/83 79 98-30 zur Verfügung.

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