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Abtreibung - Die Entscheidung über Abtreibung ist ein Recht der Frau

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Pressemitteilung vom 6. 12. 2000

Stellungnahme zum Interview von Ö1 mit Frauenminister Haupt am 30. 11. 2000

Durch die Gesetzgebung 1975 erhielten schwangere Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch wollen, die Möglichkeit, straffrei über ihren Leib und ihr Leben selbst zu entscheiden. Sylvia Groth, Geschäftsführerin des Frauengesundheitszentrums Graz, stärkt Frauen: "Das Recht, einen Schwangerschaft abzubrechen, ist grundlegend für die Selbstbestimmung der Frau in modernen Gesellschaften. Frauen wollen keine Leibeigenschaft und wollen natürlich selbst über ihr Leben bestimmen."

Gerade ein Frauenminister hat besondere Sorgfalt darauf zu legen, die Interessen von Frauen zu vertreten. Diese Aufgabe verletzt Minister Haupt mit seinem Nachdenken über Veränderungen der §§ 96ff. StGB.

Männer haben vielfältige Möglichkeiten, Frauen zu unterstützen, z.B indem sie beim Geschlechtsverkehr ein Kondom benutzen.
Wenn Frauen schwanger werden, müssen sie die Möglichkeit haben, alleine darüber zu entscheiden, ob sie ein Kind wollen oder nicht. Viele wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, daß Frauen dies sehr verantwortlich tun. Sie zeigen auch: Wenn Abtreibung illegal ist, steigen Krankheiten und Sterblichkeit von Frauen. Darüber hinaus steigt die Anzahl ungewollter Kinder, die vielfältige Probleme haben.

Vorgeburtliche Untersuchungen an der Leibesfrucht der Frau, die pränatale Diagnostik, können eine Abweichung von der Norm ergeben. Deshalb entscheiden sich die meisten Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch zu einem möglichst frühen Zeitpunkt. Es ist weder im Interesse der schwangeren Frau noch dem der ÄrztInnen, dies bis um 9. Monat zu tun. Bei diesen Untersuchungen mangelt es an Informationen für eine Frau und ein Paar, welche Möglichkeiten und Unterstützung sie haben, mit einem behinderten Kind zu leben.

Schwangerschaftsabbrüche nach eugenischer Indikation machen nur einen sehr geringen Anteil der Abbrüche aus. Nach Ansicht des Frauengesundheitszentrums Graz kann es nur darum gehen, Frauen und ihre Familien darin zu unterstützen, ihr Leben mit behinderten Kindern bestmöglich durch gesellschaftliche Unterstützung und soziale Leistungen zu führen. Behinderte Kinder, Frauen und Männer sind in ihrer Selbstbestimmung zu unterstützen.

Das Frauengesundheitszentrum steht für Fragen zur Verfügung, wenden Sie sich bitte an Sylvia Groth.

 

 

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