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9. Erfahrungsbericht zum Verhütungsmittel "Implanon"

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E-Mail einer betroffenen Frau an das Frauengesundheitszentrum, Mai 2004 - mit freundlicher Genehmigung zur anonymen Veröffentlichung

Sehr geehrte Damen und Herren!

auch ich möchte mich an ihrer Aufklärungsarbeit beteiligen und meine Erfahrungen mit dem Verhütungsmittel Implanon auf ihre Seite setzen lassen. Bitte veröffentlichen sie jeoch nicht meinen Namen, ich habe keine genauere Anweisung auf ihrer Seite gefunden wie es der Ablauf erfolgt wenn man seinen Bericht hineinstellen möchte- vielleicht sollten sie dies auf ihrer Seite verbessern...

Hier meine Stellungnahme:

Anfang Januar 2003 bekam ich nach längerer Überlegung mit meiner Frauenärztin das Implanon in den Arm eingesetzt. Der erste Monat verlief ohne Probleme, meine Regelblutung bekam ich ( wie ja in der Broschüre angepriesen ) nicht.
Im zweiten Monat fing jedoch eine starke Schmierblutung an die nach Ausage meiner Frauenärztin kein Problem sei und sich wieder beruhigen würde. Dem war jedoch nicht so und nach zwei Monaten anhaltender Schmierblutung ( 4 Tage Blutungen - 1 Tag wieder nicht usw.) bekam ich eine besondere Form der Pille verschrieben die meinen Hormonhaushalt regeln sollte. Die Blutungsfreie Zeit hielt jedoch nur so lange an wie ich den Medikamentzusatz einnahm - so zog sich das ganze bis zum Sommer letzten Jahres.
Dann beschloss ich mit meiner Frauenärztin einfach keine zusätzlichen Hormone einzunehmen da mich die fast wöchentliche Rennerei zur Frauenärztin sehr nervte und ich auch an Stimmungsschwankungen und leichten Pickelchen litt, die ich sogar während meiner Pupertät nie bekam.
Jetzt bin ich seit fast einem Jahr ohne zusätzliche Hormonbehandlung- die Blutungen haben jedoch nicht aufgehört. Mal habe ich eine Woche Pause- dann geht es wieder für zwei Wochen los. Ich weiß nie wann sie kommen und gehen- das kann bei einer nicht total offenen sexualität mit seinem Partner schon störend sein glaube ich. Mich stört es nicht sonderlich- ich achte nur darauf das die Blutungen nicht zu stark werden.
Jetzt habe ich schon fast 1 1/2 Jahre mit dem Implanon "geschafft" und ich habe trotz der wiederigen Umstände die nicht dem Angepriesenen entsprechen erst einmal nicht vor das Implanon entfernen zu lassen. Ich sprach im letzen Jahr mit der Kollegin meiner Fraunärztin, die in der selben Gemeinschaftspraxis arbeitet- sie ist komplett gegen das Impanon und setzt es auch nicht ein gerade wegen dieser wohl nicht gerade sehr seltenen Fälle, die es nicht richtig annehmen.

Weiterempfehlen würde ich das Impanon grundsätzlich nur Frauen die sehr offen mit ihrem Körper umgehen und keine Probleme mit ständiger Blutung haben- denn ich bin wohl kein Einzelfall...

(Name der Redaktion bekannt)

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