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28. Erfahrungsbericht zum Verhütungsmittel Hormonspirale "Mirena"

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E-Mail einer betroffenen Frau an das Frauengesundheitszentrum, Juli 2004 - mit freundlicher Genehmigung zur anonymen Veröffentlichung

Ich trage die Mirena seit 5 Jahren mit kleineren Beschwerden wie Hautprobleme und leichte Gewichtszunahme. Nun muss sie entfernt werden - aber es gibt ein Problem- der Faden ist verschwunden. Mein FA sagt, sie muss unter Vollnarkose mit ambulanter OP entfernt werden. Er hat versucht, sie so zu entfernen, aber es geht leider nicht. Da ich sehr ängstlich bin, widerstrebt mir das alles sehr. Gibt es keine andere Möglichkeit für mich???
Weiss jemand Rat oder kann mir über seine Erfahrungen berichten. Vor lauter Angst verschiebe ich ständig den Termin ( habe ja auch keine Beschwerden und keine Regel mehr seit 2 Jahren).

Eine Antwort wäre sehr nett. Vielleicht gibt es noch eine Alternative??

 

Liebe Frau,

ein Ultraschall kann klären, wo genau die Spirale leigt. Leider ist es tatsächlich so, dass sie dann operativ entfernt werden muss, wenn kein Faden vorhanden ist. Wenn Sie die Lage der Spirale kennen und sie in Ordnung ist, sind Sie nicht unter einem so großen Druck es sofort machen zu müssen. So könnten Sie sich mit Visualisierungstechniken auf den Eingriff vorbereiten. (z.B. Simonton Wieder geund werden)

Leider sind zu wenige Frauen von dieser Komplikation informiert. Sie könnten dies dem Hersteller melden und der Aufsichtsbehörd, dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte poststelle@BfArM.de , und sich entscheiden, ob Sie Ihre Erfahrungen anonym auf usnere WEbsiet stellen möchten. Alles Gute!

 

Gerne können Sie meine Erfahrungen anonym auf die Website stellen.

Ich werde Sie genauestens darüber informieren wie es weiter verläuft, denn es darf einfach nicht sein, dass dieses Risiko verschwiegen wird. Die Aufklärung bezüglich Mirena in den gynäkologischen Praxen ist sehr schlecht, ich war jetzt bei 3 Ärzten und bin noch immer nicht richtig informiert worden. Es heisst nur OP und es kommt keine genaue Erklärung. Ich werde jetzt profamilia noch einmal aufsuchen, ggf. man man mich dort besser aufklären und mir ggf. eine Klinik für die Entfernung nennen . Vor dem Einsetzen der Mirena habe ich auch keine Infobroschüre bekommen, bei meiner anderen Kupferspirale (hatte ich davor) gab es keine Probleme. Die Mirena wurde mir von der Frauenärztin 1999 empfohlen und ich habe ihr vertraut. Leider muss ich heute sagen. Nun habe ich die Quittung dafür und muss eine OP über mich ergehen lassen, die ich hätte vermeiden können. Hätte ich das Risiko vorher gekannt, hätte ich die Mirena nicht einsetzen lassen.
Ich werde es auch melden, damit die Frauen besser aufgeklärt werden.
Für mich ist es deshalb so schwierig, weil ich gerade eine Medikamentenabhängigkeit erfolgreich überstanden habe und mir nun wieder eine Dosis verpassen lassen muss, das macht mir Angst.

MfG

(Name der Redaktion bekannt)

 

 

 

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