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E-Mails einer betroffenen Frau an das Frauengesundheitszentrum, August und Oktober 2001 - mit freundlicher Genehmigung zur anonymen Veröffentlichung
Anfrage der betroffenen Frau (August 2001):
Ich verhüte mit Implanon seit Ende März dieses Jahres. Ich empfinde diese neue Verhütung als psychische Erleichterung - ich bin nicht so nervös, besser gelaunt - einfach entspannter! Und meine Regel hat ausgesetzt (was für mich ein großer Vorteil ist, da meine Blutung sehr stark war und immer mit starken Krämpfen verbunden).
Nun aber habe ich zeitweise entzündete Akneschübe im Gesicht und starken Haarausfall! Dass die Akne eine Auswirkung von Implanon ist, habe ich bereits herausgefunden. Hängt der Haarausfall auch damit zusammen???
Die Frage ist nun - wie lange dauert der Gewöhnungseffekt - sind meine Nebenwirkungen nur vom anfänglichen Hormonumschwung oder werden sie bleiben???
Grundsätzlich würde ich das Implanon gerne behalten, jedoch diese Nebenwirkungen kann ich meinem Körper auf Dauer nicht zumuten!
Weitere Mitteilung (August 2001):
Ich werde mir Implanon nächste Woche herausnehmen lassen - wegen der Akne bin ich bereits in ärztlicher Behandlung und ich hoffe, dass der Haarausfall auch wieder aufhört!
Weitere Mitteilung (Oktober 2001):
Ich melde mich mal wieder, um Sie über mein fortlaufendes Implanon-Drama zu informieren!
Nach der Herausnahme von Implanon hat mein Haarausfall komplett aufgehört. Meine Haut dagegen ist weiter erblüht. Man riet mir, mich im AKH behandeln zu lassen, wo ich für 6 Wochen Antibiotika und eine Schälkur verschrieben bekam.
Vorige Woche bin ich auf Grund von Nebenwirkungen in Form eines Pilzes an meinem Oberarm zur Nachuntersuchung gefahren. Man hat mir als weitere Behandlung Roaccutan für 6 Monate nahegelegt, da mir sonst mit großer Wahrscheinlichkeit ein vernarbtes Gesicht bleiben wird.
So weit, so schlecht :-(
(Name der Redaktion bekannt)