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E-Mail einer betroffenen Frau an das Frauengesundheitszentrum, September 2005 - mit freundlicher Genehmigung zur anonymen Veröffentlichung
ich habe jahrelang hormonell verhuetet. es "passte" irgendwie (ich wollte nie kinder und deshalb auf nummer sicher gehen). zum gyn ging ich ja auch regelmaessig. wenn was waere, wuerde er es wohl sagen. dachte ich. deshalb hab ich lange zeit bestimmte veraenderungen nicht auf die hormonelle verhuetung zurueckgefuehrt.
vor etwa 3 bis 4 jahren fuehlte ich mich dann undefinierbar "unrund". wobei, rund war ich doch ziemlich. auf 1,73m ueber 80kg und selbst ein 12-woechiges marathonvorbereitungstraining kostete mich exakt 1kg ... dann begann ich, im i-net zu recherchieren. und siehe da, es hatten mehrere frauen "probleme mit rascher gewichtszunahme" mit der 3-monatsspritze (3ms), die ich auch seit jahren verwendete.
nach einigem nachdenken, recherchieren und absprache mit meinem partner kam ich zu dem entschluss, mich endlich unterbinden zu lassen. ich wollte das bereits 10 jahre vorher, aber mit 24 "darf man das nicht". nach dem absetzen der spritze (ohne weitere absprache mit meinem gyn ...) fiel mir auf:
ich habe den verdacht, dass diese nebenwirkungen vielfach ignoriert oder totgeschwiegen werden. jedenfalls hat mein gyn nie was gesagt und er sah mich nackt, musste z.b. also zumindest sehen, dass ich gewichtsmaessig ziemlich zugelegt hatte ...
dass er mir ohne mit der wimper zu zucken die 3MS fuer 10 jahre (zwischen 24 und 34) einfach so verabreicht hat, obwohl er definitiv wusste, dass ich keinen kinderwunsch habe und schon mit 24 wg. unterbindung angefragt habe, das finde ich aus heutiger sicht verantwortungslos. oder zumindest grob uninformiert ueber (tw. sichtbare) nebenwirkungen.
(Name der Redaktion bekannt)